Der Energiemarkt schwankt täglich. Wer alles auf einen Stichtag setzt, macht den Einkauf zur Wette auf einen einzigen Tag. Wir verteilen Ihren Strom- und Gas-Einkauf in Tranchen über mehrere Einkaufsfenster, mit klarem Fahrplan, Risikorahmen und Marktbeobachtung im Hintergrund.
Der Strom- und Gasmarkt verhält sich heute wie ein Finanzmarkt, mit denselben Volatilitäten. Wer das ignoriert, zahlt den Preis eines einzigen Tages für ein ganzes Jahr.
Strom für das Jahr 2026 wurde an der Börse über Monate hinweg gehandelt, mit Tagespreisen zwischen 7,8 und 14,2 Cent pro Kilowattstunde. Ein Festpreis am 14. März bedeutete einen anderen Vertrag als derselbe Festpreis am 22. Oktober. Wer am falschen Tag eingekauft hat, lebt zwölf Monate mit der Entscheidung. Genau hier setzt eine Beschaffungsstrategie an: nicht raten, sondern strukturiert verteilen.
Jedes Modell hat seinen Platz. Welches für Sie richtig ist, hängt von Verbrauchsgröße und Marktlage ab.
Ein Stichtag, ein Preis, eine feste Laufzeit. Maximale Planbarkeit, dafür tragen Sie das Risiko, dass Sie an einem teuren Tag eingekauft haben.
Die Liefermenge wird in 4 bis 12 Tranchen aufgeteilt und über mehrere Monate verteilt eingekauft. Mittelpreis statt Glückstreffer, mit klarem Fahrplan und festen Stop-Loss-Regeln.
Sie zahlen den jeweiligen Day-Ahead- oder Intraday-Preis der Börse und profitieren direkt, wenn der Markt günstig steht. In vielen Jahren die preiswerteste Variante, besonders für Betriebe, die ihre Last verschieben können.
Eine Beschaffungsstrategie ist kein Bauchgefühl. Sie ist ein Fahrplan, der vor der ersten Tranche steht und an dem Sie sich orientieren können, wenn der Markt unruhig wird.
Wir analysieren Ihre Lastgänge der letzten 24 Monate und prognostizieren den Bedarf für die Lieferperiode. Daraus ergibt sich die Tranchen-Aufteilung: typisch 4 bis 12 gleich große Pakete, je nach Verbrauchshöhe und Lieferhorizont. Bei einem Jahresverbrauch von 2.000.000 kWh und acht Tranchen entfallen auf jede Tranche 250.000 kWh.
Wir legen fest, in welchen Zeitfenstern jede Tranche maximal eingekauft werden darf, typischerweise verteilt über etwa 12 Monate vor Lieferbeginn. Innerhalb des Fensters entscheidet die Marktlage über den exakten Tag. So ist sichergestellt, dass keine Tranche „vergessen" wird und gleichzeitig kein Zeitdruck entsteht.
Für jede Tranche definieren wir zwei Grenzen: einen Höchstpreis, ab dem automatisch eingekauft wird, um Verluste zu begrenzen (Stop-Loss), und einen Zielpreis, bei dem wir vorzeitig zugreifen, wenn der Markt nach unten kommt (Take-Profit).
Wir beobachten täglich die EEX-Terminmärkte und die fundamentalen Treiber: Gaspreise, CO₂-Zertifikate, Wetterprognosen, politische Ereignisse. Sobald Bedingungen für eine Tranche passen, wird gehandelt. Sie erhalten nach jedem Abschluss ein kurzes Reporting mit Preis, Restmenge und Mittelpreis-Stand.
Schematische Darstellung. Acht gleich große Tranchen, verteilt von 12 Monaten bis 1 Monat vor Lieferbeginn. In der Praxis variieren Anzahl und Gewichtung je nach Verbrauchsprofil, Marktlage und Risikorahmen. Typisch sind 4 bis 12 Tranchen.
In etwa 45 Minuten skizzieren wir gemeinsam, wie eine Beschaffungsstrategie für Ihren Betrieb aussehen könnte: Tranchen-Anzahl, Einkaufshorizont, Risikorahmen.